Kurzbeschreibung des Gottfried Silbermann-Hammerflügels von 1749

Der im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg erhaltene Hammerflügel von Gottfried Silbermann ist unter dem Resonanzboden signiert und datiert 1749. Ein fast identischer Hammerflügel, der nicht signiert und nicht datiert ist, befindet sich im Neuen Palais in Potsdam und stammt aus dem Besitz Friedrich II. von Preußen. Beide Hammerflügel haben den Tonumfang FF-e3, haben ein Gehäuse mit doppelt gebogener Hohlwand und einen durchgängig doppelchörigen Saitenbezug aus Eisen (Messing im Bass). Es gibt Handregister für die Betätigung der Dämpfungsaufhebung und für einen Pantalon-Zug (Elfenbeinplättchen lassen sich von oben nahe der Saiten positionieren), eine una corda – Verschiebung und die Möglichkeit, die Tastatur um einen Halbton nach unten zu transponieren. Der Hammerflügel in Nürnberg hat ein Nussbaumgehäuse, während der in Potsdam ein Gehäuse aus Eiche besitzt. Ich habe Eiche für das Gehäuse meiner Kopie gewählt und sowohl den Tonumfang, als auch alle Register genau kopiert.

Die Ergebnisse der Untersuchung der Silbermann-Hammerflügel und der Vergleich zu den Cristofori-Hammerflügeln ist in meine Vorträge eingeflossen. Einige von Ihnen können im pdf-Format gelesen werden (siehe Vorträge).

Kopie von 2013

  • Innenkonstruktion der Kopie des Silbermann-Hammerflügels
  • die Rosette aus mehreren Lagen Papier
  • die Resonanzbodenberippung des Silbermann-Hammerflügels
  • die Tastatur der Kopie des Silbermann-Hammerflügels
  • die Innenkonstruktion noch ohne Längswand
  • Gesamtansicht mit Tastatur
  • Ansicht mit geschlossenem Gehäuse
  • Gesamtansicht der Kopie des Hammerflügels von Gottfried Silbermann

Es gibt zahlreiche Konzertmitschnitte mit diesem Instrument (siehe Konzertservice).

Seit der Einweihung des Flügels im September 2013 wurden fünf CDs eingespielt. Eine CD, "Bach & The Early Pianoforte" (siehe Discografie) ist bereits erschienen.